INNOV-ORGAN-UM

Orgelforschungsprojekt der Hochschule der Künste Bern



1999 - 2006 Entwicklung und Bau der Prototypen im Berner Orgelforschungsprojekt INNOV-ORGAN-UM.

Nach Tasten und Registern wird der Wind als dritte Dimension dem Organisten "an die Hand" gegeben.

Zwei unabhängige Winddrücke können vor und während dem Spiel beliebig eingestellt werden.

Der Wind wird durch vier elektro-mechanisch betriebene Schöpfbälge im Orgelpodest erzeugt.

Eine geniale Kombination aus Kegel- und Tellerventilen, variable Trakturübersetzungen und einstellbarer Tastentiefgang erlauben es den Wind für jede einzelne Pfeife während dem Spiel fein zu nuancieren. 

Der Begriff "TASTEN-Instrument" wird urbildlich erfüllt, eine vollkommen neue Dimension des Orgelspiels öffnet sich.

Prinzipal 8', Gedackt 8', Flöte 4' überblasend, Quinte 2 2/3' gedeckt, überblasend, Terz 1 3/5' gedeckt, überblasend.

"Windharfe", ohne Labien, wird von aussrömenderm Wind indirekt angeblasen.

Manual I: Sensible Kegelventile, Manual III: Traditionelle Schwanzventile, Manual II: Klavichordmanual

Auf dem Klavichordmanual öffnet mit den ersten mm Tastengang das Schwanzventil und lässt den Ton mit mittlerem Winddruck erklingen, wird die Taste weiter gedrückt öffnet zusätzlich das Kegelventil und gibt bei entsprechender Voreinstellung einen leicht erhöhten Winddruck zur Pfeife, man kann wie beim Klavichord ein "Tastenvibrato" erzeugen.

Spielhilfen:

Winddrücke für Manual I und III von 0 - 150 mm WS, (bei 45 mm WS wird gestimmt).

Trakturübersetzung Manual I und III von Untersetzung  8/1 bis Übersetzung 1/2,

Tastengang Manual I und III im Bereich 0 - 13 mm

Windstöße sowohl be- wie auch entlastend für beide Windsysteme

                                                                  
Kombination aus Teller- und Kegelventil in konischer Bohrung:  


Justieren der Balgantriebe im Podest     Winddruckanzeige am Spieltisch

   
    Die "Windharfe", ein labienloses Register                     

  Kegel und Scheiben nach Mensurblatt in 1/10mm Abstufungen


Das Projekt ist in dem Buch "Frischer Wind", herausgegeben von Peter Kraut (kein Schreibfehler!), dokumentiert.

Siehe auch die Homepage der Hochschule der Künste Bern:

 http://www.hkb.bfh.ch/de/forschung/forschungsschwerpunkte/fspinterpretation/innovorganum


und auf der Homepage des Berner Münster steht eine Hörprobe bereit:

http://www.bernermuenster.ch/sites/bm/bm_muenster_orgeln.php





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